Das zuverlässigste Motorrad der Welt heißt Harley-Davidson


 

Sie läuft und läuft und läuft … Das zuverlässigste Motorrad der Welt heißt nach wie vor Harley-Davidson.

Munich (30. April 2010) - Esel sind dumm, Beamte faul, Flugzeuge unsicher, Frauen können nicht einparken, und an amerikanischen Motorrädern muss ständig herumgeschraubt werden. Vorurteile sind wie Styropor: Nahezu unverwüstlich schwimmen sie stets obenauf.

Gut, dass ab und an Überprüfungen stattfinden … So geschehen im Dauertest des deutschen Fachjournals MOTORRAD (Ausgabe 23 vom 24. Oktober 2008). 50.000 knüppelharte Kilometer bei Wind und Wetter, zwischen Brötchenholen mit eiskaltem Motor und ausgedehnter Urlaubsreise mit großem Gepäck im brütendheißen Süden legte hier eine Harley-Davidson Road King zurück.

Die Bilanz: Mit 85 von 100 Punkten erzielte sie das beste jemals im MOTORRAD Dauertest gemessene Ergebnis und setzte sich vor die bisher topplatzierten Mitbewerber aus Japan, Großbritannien und Deutschland.

Und an dieser Rangfolge änderte sich auch in eineinhalb Jahren nichts: Am Tank des zuverlässigsten Motorrads der Welt prangt der Name Harley-Davidson.

„Dass sich eine Harley in Sachen Verschleiß, Zuverlässigkeit und – auch und ganz besonders – Fahrfreude derart überzeugend präsentiert, damit hatte niemand gerechnet“, gab MOTORRAD zu. Leistungsdiagramm und Fahrleistungen bestätigten am Testende den „tadellosen Zustand“ des Motors, der kein Öl verbraucht und an Spitzenleistung sogar noch zugelegt hatte. Am Ende der Testdistanz präsentierte sich die Maschine „wie aus dem Ei gepellt“. „Besser noch“, wunderten sich die Härtetester, „sie fühlte sich auch so an.“ Dass die neue Generation der Road King und Electra Glide, die seit 2009 über die Straßen rollt, sogar alles noch besser kann als die 2008er Bikes, freut ihre Erbauer ganz besonders.

Der wohl härtesten Herausforderung für Technik und Qualität stellen sich Zwei­räder bei MOTORRAD seit Mitte der Sechzigerjahre. 8,3 Millionen Kilometer oder im Schnitt fast fünf Erdumrundungen pro Jahr legten die Kandidaten seither zurück. Im Jahr 1991 erhöhten die Redakteure die Testdistanz von 40.000 auf 50.000 Kilometer. Zu Beginn und am Ende eines jeden Dauertests steht ein gründlicher Check an. Um Manipulationen vorzubeugen, werden die Motoren verplombt. Mehr als 80 Probanden absolvierten bislang den 50.000-Kilometer-Marathon. Und im Gegensatz zur Harley kamen keineswegs alle schadlos durch … „So kann man gleiten, so vergisst man Zeit und Raum. Und altert in Würde“, schrieben die Redakteure dem Milwaukee-Iron daher liebevoll ins Fahrtenbuch.