Ausfahrt - Seealpen 28.06. - 04.07.2003

Heiner und ich hoffen, dass bei dieser gigantischen Tour die restlichen Members auch noch zusagen.


1. Tag Abfahrt Donnerstag, 19.06.2003, 6:00, BP Tankstelle Möhringen

Route 1, ca. 450 km. von Stuttgart über Geisingen, Waldshut-Tiengen, Brugg (CH), Aarau, Olten Langenthal, Huttwil, Langnau durchs Emmental, eine voralpine Traumlandschaft bekannt durch den Käse. Am Ende des Tales rechts ab, über den Schallenbergpass (1167) nach Thun. Über Wimmis, Saanen, Aigle zu unserem ersten Etappenziel nach Martigny.

Route 2, ca. 420 km über die Autobahn bei schlechter Wetterlage. Stuttgart, Waldshut-Tiengen, Aarau, Bern vorbei am Genfersee über Montreux nach Martigny.


2. Tag, 320 km

über den Col de la Forclaz (1561), de C. d. Montets (1461) erreichen wir Chamonix. Von hier aus wurde der Mont-Blanc (4807) 1786 das erste Mal bestiegen. Er ist die höchste Erhebung der Alpen. Weiter führt uns die Strecke nach Albertville zur Universitäts- und Bischofsstadt Grenoble. Über Vizille, La Mure und Gap erreichen wir Savines mit seinem türkisfarbenen Lac de Serre-Poncon. Der Lac de Serre Poncon ist der größte Stausee Frankreichs. Hier werden wir den Abend nach unserem Motto "Lebensqualität pur" ausklingen lassen.


3.Tag, 225 km

Hoch über den Col de Maure (1346), geht es weiter nach Verdaches auf der B 900A nach Dignes. Hier in der Provence wird uns der typische Geruch der Lavendelfelder begleiten. Zu dieser Zeit beginnt die Blüte. Auf der Route Napoleon geht 's über Castellane nach La Palud. Die Route Napoleon ist die geschichtsträchtigste Straße Frankreichs. 328 km zwischen Nizza und Grenoble. Wir folgen der Straße, die Napoleon bei seiner Rückkehr von Elba benutzte. Am 1. März 1815 landete er von Elba kommend mit wenigen Getreuen zwischen Cannes und Nizza. Von dort aus begann er seine triumphale Rückkehr: Er übernachtete in Séranon, Barrème, Malijai, Gap und Corps. Am 7. März war er in Laffrey, 25 km vor Grenoble. Hier traf er auf die königlichen Truppen, die ihm entgegen gesandt worden waren. Statt ihn gefangen zu nehmen, schlossen Sie sich ihm an. Im Triumph traf er am gleichen Tag in Grenoble ein. Von dort aus erreichte er in drei Tagen Lyon, und in weiteren 10 Tagen Paris. Damit legte er mit seinem Heer pro Tag auf dieser Strecke durchschnittlich 47 km zurück - eine heute unvorstellbare Leistung! Für unsere V2-Twin-Rosse kein Problem. Nach dem Aufbau unserer Zelte in La Palud bieten sich für diejenigen, die noch Lust haben eine 20 km lange Genussrundfahrt an (absolut empfehlenswert). Die Route de Cretes ist zum größten Teil Einbahnstraße und nur im Uhrzeigersinn zu befahren. So kann man unbeschwert an der Außenseite entlang zuckeln und die Aussicht genießen. Danach ist grillen angesagt. Hier am Canyon du Verdon werden wir in der Natur einen wunderschönen Abend erleben, leider jedoch ohne Fassbier.


4. Tag, 200 km Rundfahrt

Eine kurvenreiche Rundfahrt mit vielen atemberaubenden Ausblicken wird uns dieser Tag bieten. Über Enc-Fermes, Trigance werden wir den Grand Canyon du Verdon umrunden. Der erste Blick in den Canyon mit der grünen Verdon ist atemberaubend. Einige Belvédère laden zum Verweilen ein. Die Klamm die sich der Verdon etwa 100 km von der Küste bei Cannes zwischen Rougon und Aiguines in das Kalkmassiv gegraben hat, ist 21 km lang, bis zu 700 m tief und an der Talsohle stellenweise nicht mehr als 15 m breit. Weiter geht es auf der südlichen Strecke über Brücken zum Lac de Sainte-Croix.  Hier sind Badehosen angesagt. Die tragische Geschichte des Dorfes Les Salles-sur-Verdon, das der Flutung des Tales durch die "Elektrizitätsgesellschaft von Frankreich" zum Opfer fiel. Der neu entstandene See trägt den Namen "Lac de Sainte-Croix. Nachmittags werden wir Moustiers eines der schönsten Dörfer Frankreichs besichtigen. Erbaut wie ein Amphitheater in 634 m Höhe genießt man in Moustiers immer noch das ideale Klima der mediterraneen Provence. Zwischen den beiden Felsen, über der Kapelle von Notre-Dame von Beauvoir, leuchtet seit Jahrhunderten ein Stern, aufgehängt an einer 227 m langen Kette, das legendäre Votivbild eines Ritters aus Blacas, der lebend von den Kreuzzügen zurückgekehrt war.


5. Tag, ca 110 km einfach nach Cannes

wer Lust hat, oder einfach einmal eine Pause einlegen. Die Fahrt geht in Richtung Trigance der D 955 + D 52 folgend zur Route Napoleon. Eine Pause bietet sich in Grasse an. Grasse, die Welthauptstadt des Parfums, kann auf ein reiches historisches und kulturelles Erbe zurückblicken, das sich in der gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur und in den Werken des einheimischen Malers Fragonard widerspiegelt. Die langgestreckte Place aux Aires, an der einst die Gerber ihre Häute wuschen, ist einer der harmonischsten Stadtplätze in ganz Südfrankreich. Sehenswürdigkeiten hin, Sehenswürdigkeiten her, an erster Stelle in der Beliebtheitsskala der Touristen steht eine Betriebsbesichtigung einer der ortsansässigen Parfümfabriken, beispielsweise Fragonard oder Galimard, um sich direkt vor Ort einen Eindruck über die Parfümherstellung zu machen und ein Fläschchen des persönlichen Lieblingsduftes zu erstehen. Zu den berühmtesten Schöpfungen der Grasser Parfumeure zählt übrigens auch ein in den zwanziger Jahren kreierter Duft, der als das Parfüm schlechthin gilt: "Chanel No. 5".

Von hier für uns der Weg direkt nach Cannes. Cannes ist eine der schönsten Städte an der Côte d'Azur. International bekannt ist das alljährlich wiederkehrende Filmfestival im Frühjahr. Das ca. 75.000 Einwohner zählende Städtchen hat von allem etwas zu bieten. Am zwei Kilometer langen Boulevard Croisette bummelst du zwischen großen grünen Palmen, dem azurblauen Meer und riesigen schneeweißen Yachten.

Wunderschöne alte Prachtbauten aus der guten alten Zeit wechseln sich mit aufregenden Designerboutiquen und vielen witzigen kleinen Läden ab. Hier gibt es viel zu sehen ­ mit ein wenig Glück sogar eine "Berühmtheit". Und auf den Plätzen und Märkten ist immer etwas los. Entdecke mit der Garde "Le Souquet", Cannes' berühmte Altstadt. Die anderen Küstenorte wie Monaco oder Nizza sind übrigens gar nicht weit entfernt.


6. Tag, 220 km

Von La Palud geht es in Richtung Norden über Castellane, den Col de Cheron (887) zum Col de Toutes Aures (1120). Von dort aus folgen wir der Route des Grandes Alpes. Diese einmalige Alpenstrasse (684 km, 18 Pässe, 15 500 Höhenmeter), führt vom Thonon am Genfer See nach Menton an der Côte d`Azur, über viele berühmte Pässe der Tour de France und durch 3 verschiedene Nationalparks. Wildromantische Schluchten entlang des Gorges de Daluis und der manchmal spektakuläre Straßenverlauf zwischen den Felswänden wird uns beeindrucken. Über Guillaumes erreichen wir den Col de la Cayolle (2377) geht es nach Barcelonnette. Der nächste Pass der Col de Vars bringt uns wird auf eine Höhe von 2111 m, bevor wir dem Durance bis Mont Dauphin folgen und uns das einmalige Fort besichtigen. Übernachtung ist in La Roche de Rama angesagt. Der Campingplatz liegt an einem idyllischen See.


7. Tag, 330 km

Briancon, Europas höchstgelegene Stadt (1321), wird von der Zitadelle du Chateau überragt.  Sie bietet einen prächtigen Blick in die Bergwelt bis zum italienische Piemont. Weiter geht es Richtung Italien nach Susa. Von dort aus auf den Col du Mt.-Cenis (2081) zum Col de I'Iseran (2770). Er ist der höchste asphaltierte Alpenpass und ein Muss für jeden Biker. Vorbei an Val d'Isere bietet er uns Kurven in Hülle und Fülle. Nach Bourg -St. Maurice erklimmen wir mit unserer Harley den kleinen St. Bernhardpass (2181). Weiter geht es nach Aosta durch den St. Bernhardtunnel oder die Passstraße nach Martigny.


8. Tag

Route 1, ca. 460 km. Von Martigny über Chateau d'Oex, Fribourg, Bern, Solothurn, Olten, Aarau, Waldshut-Tiengen geht es zurück nach Stuttgart.

Route 2, ca. 420 km über die Autobahn bei entsprechender Wetterlage. Martigny, Montreux, vorbei am Genfersee nach Bern. Über Waldshut-Tiengen, Blumberg erreichen wir Stuttgart.


Verantwortlich für ein gelungenes Abendprogramm ist unser Kanzler !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Die Devise unseres Trips heißt Lebensqualität - Cafè, Vin, Baguette, Fromage - sprich, "leben wie Gott in Frankreich".

Cruisen ohne Ende und jeden Kilometer genießen!!!!!!!!!!!!!