Ausfahrt Hunsrück vom 29.05. - 01.06.2003

1. Tag,  Donnerstag, 29.05.03, 8:00 Uhr, Abfahrt BP- Tankstelle

A 8 nach Karlsruhe- von nun an heißt unsere Devise “ der Weg ist das Ziel “.

Genüsslich cruisen  wir durch den Pfälzer Wald und das Nahe- Bergland in die Edelsteinstadt Idar- Oberstein. Unterwegs werden wir einen Boxenstopp in Höringen bei Ilse und Gerd einlegen, um drohenden Unterzuckerungen vorzubeugen.

Am Staiger 19, bzw. 39 (2 Häuser a 10 und 5 Pers.) beziehen wir unsere Zimmer und haben bestimmt noch Zeit und Lust zum Stadtbummel um die ach so lästigen Souvenirkäufe (für uns vielleicht auch ein paar kleine Steinle- Männer Scheckkarte !! )  zu erledigen.

Abends lassen wir unsere Stahlrösser ruhen und erklimmen per Pedes (15min.) Schloss Oberstein. In der dortigen Schänke erwartet uns “Ritter Günter“ mit einem zünftigen Spießbraten. Die würzige Marinade in der das rohe Fleisch eingelegt wurde und die Gerbsäure vom Buchenholzfeuer, sorgen für einen regionalen Auftritt der mit Feuerkartoffeln, Rettichsalat, Hunsrücker Bauernbrot und einem heimischen “ Kirner Bier “ vollendet wird. Natürlich gibt’s auch “ Paulaner Hefe “.

Taschenlampe für den Heimweg ?!

Tour 235 km.

Preise für Übernachtung inkl. Frühstück, pro Pers. 25 €


2. Tag, Freitag, 30.05.03, Abfahrt 9:30 Uhr

Von Ida-Oberstein an die Mosel zu gelangen erwies sich als äußerst schwierig – der Auswahl wegen. Hier gibt es nur schöne Strecken. Wir haben uns für das Hahnenbachtal, mit seinen unzähligen Kurven entschieden.

Wenn wir anschließend  den Idawald über Irmenach hinunter biken, breitet sich vor uns die Moselschleife mit Traben – Trabach aus.

Entlang der Mosel verlassen wir nur ein Dorf, um in ein noch schöneres zu gelangen. Also noch einen Gang runter schalten, genießen und den Sozias ein Viertele, nein, einen Schoppen gönnen.Bei Trittenheim biegen wir südlich ab und am Aussichtspunkt “Zummeterhof“ bewundern  wir das schönste aller Moselpanoramen, “die Moselschleife bei Trittenheim. Doch nun ab ins Hunsrück.

Die Region des Hundsbuckels, in der Räuberhauptmann Schinderhannes sein Unwesen trieb, galt als steinreich und doch bettelarm. Reich ist sie für uns heute der Landschaft wegen und zum Glück arm an Touris , die uns wie an der Mosel, in jeder Kurve ausbremsen. Drum Hahn auf und ab nach Hermeskeil zum Freilicht- Flugzeugmuseum. Wer bedenken hat sich auf der 75000 m² großen Fläche zu verlaufen, ist in einer originalen Überschall Concorde  bei Kaffe und Kuchen gut aufgehoben.

Zum Bett mit Halbpension ins Hotel Waldeck nach Merzig Ortsteil Besseringen , geht’s entweder schnell über die Hunsrück Höhenstraße oder kurvig, zackig über den Losheimer Stausee, wie es der Roadcaptain entscheidet.

Tour 192 km.

Übernachtung mit Frühstück und Halbpension   € 35,15.- Pers./Nacht (EZ Aufschlag)


3.Tag, 13.0.03, Samstag, 31.05.03, Abfahrt 9:30

Los geht’s über Mettlach an die Luxemburger Grenze, wobei wir in Orscholz schon den ersten Stopp einlegen müssen, um auf der “Cloef“ den traumhaften Ausblick auf die Saarschleife zu erhaschen.

In Grevenmacher verlassen wir die Moselweinstraße, somit auch Deutschland und befahren nun Luxemburger Gebiet.

Über Biwer und Blumenthal erreichen wir das malerische Müllerthal. Eine verwunschene Traumwelt aus dunklem Wald und bemoosten Felsen, garniert mit einem kurvenreichen Sträßchen..

Der Sauer (Grenzfluss) entlang fahren wir weiter nach Echternach und Ralingen. Dort wird uns Schwaben (unn denne nai-gschmeckte) das Herz bluten wenn vor verlassen des Landes der Tank nicht randvoll ist. Unnötigen Ballast gilt es abzuwerfen zu Gunsten von Zigaretten, Kaffee und Schokolade ( schöne, dicke 200 g Rippen zum Lutschen).

Trier, die älteste deutsche Bischofsstadt steht selbstverständlich mit auf dem Programm.

Zu Zeiten der Römer zählte “Augusta Treverorum“ mit Rom, Konstantinopel und Alexandria zu den bedeutendsten Städten des Reiches.

Damals rechnete noch keiner damit, dass die Kanzlers Garde 2003 n. Chr. hoch zu Rosse, die Mosel auf der Römerbrücke überqueren und den Stadtkern besetzen wird. Ob das “schwarze Tor“(Porta Nigra) , nur mittels Eisenklammern und Bleiplomben zusammengehaltene Konstruktion aus dicken Sandsteinblöcken, dem Dröhnen unserer V-Twins standhält, wird sich zeigen.

Auf dem Heimweg wird’s dann wieder ganz romantisch – Saarburg - mit einem atemberaubenden  Burgpanorama, idyllisch gelegen und auf jeden Fall noch einen Einkehrschwung wert.

Abendessen gibt’s im Hotel und Andy wir hoffen dass du noch fit bist, zwecks Party und so!

Tour 162 km.


4.Tag, Sonntag, 1.06.03, 9:30 Uhr Abfahrt

Ab Dillingen dürfen Sozias ihre Augen schließen. Grund auch für uns die Autobahn zu benützen um uns schnellstens durch das unattraktive Städtegewirr nach Pirmasens abzusetzen.

Augen auf, nun ist alles wieder wie in den letzten 3 Tagen, zum genießen.

Auf der Deutsch – Französischen Touristikroute kurven wir über Dahn nach Bad Bergzabern.

Wir werden noch einen Stopp einlegen, nochmals tief Pfälzer Luft einatmen, bei Karlsruhe auf die Autobahn driven und hoffentlich sagen können „womit haben wir 4 so schöne Tage verdient“?

Tour 256 km.


Wir freuen uns auf eine schöne Ausfahrt, Biggi + Tiger!!!